Energiewende unterstützen!

Vorteile der Windkraft in Seesen 

Im Hinblick auf den Artikel über den „Windpark Bornhausen“ vom 30.12.2021 möchten wir von B90/die Grünen Seesen gern unsere Sichtweise zu dem Projekt darstellen.

Beim Thema Windkraft steht für uns der menschengemachte Klimawandel im Vordergrund, der es nötig macht, möglichst schnell aus den fossilen, C02-freisetzenden Energieformen auszusteigen. Wenn wir nicht jetzt zügig umbauen, sind immer schneller immer mehr Flutkatastrophen wie die im Ahrtal, trockene Wälder und Hitzerekorde wie der von 50 Grad in Kanada zu erwarten.

Wir brauchen eine zügige Energiewende, hin zu Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft!
Und damit die Aufgabe nicht zu einfach wird, sollten wir gleichzeitig auch noch weniger Strom verbrauchen.

Denn Digitalisierung, Mobilität und unser allgemeiner Lebensstil sind echte Watt-Fresser. Wussten Sie, dass jede Google-Suchabfrage so viel Strom verbraucht wie eine Energiesparlampe, die eine Stunde lang brennt?  Wir könnten auch versuchen noch stärker vom motorisierten Individualverkehr (E-Autos eingeschlossen) auf Bahn, ÖPNV und Rad umzusteigen. Jeder Schritt zählt, jeder ausgeschaltete Stand-By-Modus ebenfalls.

Als alternative Energieform ist die Windkraft auch aufgrund ihres geringen Flächenverbrauchs sehr effizient. In einem dicht besiedelten Land wie Deutschland führt das natürlich immer wieder zu „Nicht-in-meinem-Vorgarten“-Reaktionen. Führt man sich allerdings Alternativen wie die Atomkraft vor Augen, muss man auch über die Risiken (Tschernobyl, Fukushima…) und die Endlagerprobleme wie in Niedersachsens Asse sprechen. Zudem dauert der Bau eines Atomkraftwerks rund 15 Jahre. Die Zeit haben wir für die Energiewende gar nicht. Die Kosten für neue Meiler würden in die Milliarden gehen – Förderungen in diese Richtung würden dem wirklichen Klimaschutz mit seinen Maßnahmen auch für soziale Abfederungen fehlen. Auch die Erdgas-Produktion sollte kein umweltfreundliches Etikett bekommen, bei ihrer Förderung wird massenhaft klimaschädliches C02 freigesetzt. 

Mit einem Mix aus Maßnahmen -politisch, technisch, industriell und individuell- kann die Energiewende trotzdem gelingen, auch wenn aufgrund der langen Verschleppung des Problems Unwägbarkeiten nicht auszuschließen sind.

Zurück vom komplexen Ganzen zur Situation hier vor Ort: für die Windkraftanlagen Bornhausen/Bilderlahe wurden Standort und Tierwohl von der wpd onshore GmbH & Co. KG  mit Hauptsitz in Bremen gut bedacht und auch Renaturierungsflächen zum Ausgleich der beanspruchten Flächen wurden bereits ausgewiesen und deren Pflege konzeptuell angelegt. 

Zudem würden die sechs Windräder jährlich eine niedrige, sechsstellige Summe in den kommunalen Haushalt Seesens bringen. Dieser Betrag soll dann direkt in klimafreundliche Mobilitätsangebote für die BürgerInnen angelegt werden. Weiterhin hat die Eigentümergemeinschaft sich verpflichtet, jedes Jahr ab Inbetriebnahme der Windanlagen Vereine vor Ort mit einer vierstelligen Summe zu unterstützen. Auch eine finanzielle Bürgerbeteiligung an den Gewinnen aus den Stromerträgen ist geplant. Senior Projektleiter Markus Birnkraut von der wpd verweist auf die Windkraftanlagen in den Gemeinden Bockenem und Achim als erfolgreiche Referenzprojekte in der Nachbarschaft und lädt zu Besichtigungen und Erkundigungen ein.

Der Strom würde übrigens im Umspannwerk Münchehof ins Netz eingespeist werden und die Stadt Seesen könnte dann die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs mit dem Windpark ausgleichen. Damit wären wir auf dem Weg zur Klimaneutralität einen riesigen Schritt weiter!

Die Windkraft ist für ein zukunftsfähiges Seesen als positiv zu bewerten und ganz sicher ist es ist nicht der Wunsch „der Seesener“ das Vorhaben durch Klagen abzuweisen.

Im Namen von B90/dieGrünen Seesen Carolin Görtler, 03.01.2022
 



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