Presse-Erklärung Grüne im Kreistag
Kreisgrüne gegen eine Perspektivplanung im Landschaftsschutzgebiet
Nicht nur die Natur- und Umweltschutzverbände sehen die Perspektivplanung des Landkreises Goslar für eine touristische Nutzung von Bereichen des Landschaftsschutzgebietes Harz kritisch. Auch die Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat große Vorbehalte gegen diese Planungen. Bei einzelnen Standorten gibt es aus Naturschutzsicht sicher keine Probleme, aber an anderer Stelle ganz Große: U. a. soll sogar im Nationalpark eine Sommerlanglaufanlage (evtl. mit Biathlon) eingerichtet werden. Oder wieder einmal stehen Beschneiungsanlagen auf dem Programm. Diesen Beschneiungsanlagen stehen die Grünen sowieso ablehnend gegenüber. Und warum, fragen die Grünen, sollen jetzt in sechs Harzorten Ferienhaussiedlungen entstehen? Oder wie viele Sommerrodelbahnen rentieren sich im Harz? Die angedachte „Zip-Raider“-Anlage am Großen Burgberg in Bad Harzburg kann aus Sicht der Kreisgrünen ja wohl nicht auch wirklich ernsthaft gewollt sein.
Eine „Generalvollmacht“ zur Herausnahme von vielen Teilen aus dem Landschaftsschutzgebiet wird von den Grünen jedenfalls nicht mitgetragen.
Und die Dauer von etwa 8 Monaten für die Einzelfallbetrachtung einer Entlassung aus dem Landschaftsschutz wird einen ernsthaft interessierten Investor nicht abschrecken. Gerade die Erfahrung, die die Grünen mit der Kreistagsmehrheit von CDU, SPD und FDP in Bezug auf den Umgang mit dem Landschafts- und Naturschutz im Harz in der Vergangenheit gemacht haben, zeigt den Grünen deutlich, dass eine Perspektivplanung des Landkreises für den Naturschutz nichts Gutes verheißt.
Stefan Scheele - Fraktionsvorsitzender
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